Die DALUPOC Philosophie
Jeder Mensch und jeder Hund ist einzigartig und daraus resultieren individuelle Teams, welche ein Recht auf ein persönlich massgeschneidertes Training haben. Dank unserer soliden Ausbildung, qualitativ hohen Weiterbildungen und grossem Erfahrungsschatz bieten wir dir und deinem Vierbeiner, aus einer breiten Palette, die bestmöglichen auf euch abgestimmten Trainingsmethoden, um euren Lernerfolg zu garantieren.
Im Vordergrund steht bei uns immer die Freude am und mit dem Hund,
so wie ich meinem Hund begegne, so wird mein Hund auch mir Begegnen.

Für ein harmonisches und glückliches Zusammenleben von Mensch und Hund braucht es einen respektvollen Umgang, klare Kommunikation, ein konsequentes und gewaltfreies Umsetzen der gemeinsamen Regeln und unbedingt ein motivierendes Training damit beide Seiten Freude am Lernen haben.
Erziehung kann nur stattfinden, wenn eine Beziehung vorhanden ist. Für eine gesunde Beziehung braucht es Vertrauen, gegenseitigen Respekt und gemeinsame Erlebnisse, denn gemeinsame Erlebnisse stärken eine Beziehung ein Leben lang.
Der respektvolle Umgang
Jeder Mensch und Hund sollte mit Wertschätzung und Achtung behandelt werden, auch den jeweiligen Bedürfnissen, Emotionen und Erfahrungen gegenüber. Kein Lebewesen wird mit einem «Bitte und Danke – Gen» geboren, vielmehr ist es meine Aufgabe als «Erzieher des Individuums» Kommunikationsformen zu etablieren, die für mich, mein Umfeld und dem Individuum selbst ein wertschätzendes und respektvolles Miteinander ermöglichen.
Die klare Kommunikation
Man kann nicht nichtkommunizieren, wie Paul Watzlawick festgestellt hat. Dies trifft auch bei unseren Hunden zu, wobei ihre Sprache sich grundlegend von unserer unterscheidet. Deshalb ist es für uns (Menschen)so wichtig, die Sprache des Hundes zu verstehen und gleichzeitig mit unseren Hunden eine gemeinsame Sprache (in Form von verbalen und nonverbalen Signalen), für eine klare und freundliche Kommunikation, zu entwickeln.
Das Umsetzen der Regeln
Im Zusammenleben braucht es Regeln, sie fördern ein positives Miteinander, bieten Struktur, Orientierung und Sicherheit im Alltag, vermeiden Konflikte und ermöglichen ein gerechtes Zusammenleben.
In der Beziehung zwischen Mensch und Hund, muss auch am Hund zugestanden werden Regeln im Bezug auf seine Bedürfnisse benennen zu dürfen, damit auch er sich wohl und geborgen fühlen kann. Die Grenzen und Regeln des Menschen müssen klar, gleichbleibend und fair sein. Ein konsequentes und liebevolles umsetzen der Regeln ermöglicht unseren Hunden ein freies und glückliches Leben.
Das motivierende Training
Motivation ist der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen. Die Motivation, von Hund und Halter miteinander zu lernen, erhalten oder aufbauen zu können liegt uns am Herzen. Wir möchten, dass alle Teams unsere Trainingsstunden mit einem Erfolgsgefühl verlassen können.
Um die Motivation beim Hund positiv beeinflussen zu können, bedienen wir uns sehr gerne an den natürlichen Bedürfnissen und damit einhergehenden Ressourcen (z.B. Spielzeug, Futter, streicheln etc.) um diese als Belohnung im Training einsetzen zu können.
Die Motivation des Menschen zu erhalten oder aufzubauen, gehört für uns genauso zu einem gelungenen Training dazu. Wobei dies für uns schwieriger ist, da wir auf den Hund spezialisiert sind und entsprechend der dazugehörige Mensch (fast) vergessen geht, es ist uns ein Anliegen auch die Bedürfnisse des Halters zu berücksichtigen, sind aber immer froh, wenn der Mensch seine Bedürfnisse eigenständig formulieren kann.
Was für einen Sinn haben Belohnungen und wieso ist es wichtig Belohnungen (z.B. Futter) im Training einzusetzen?
Beim Lernen bzw. im Training hat für uns die selbstmotivierte Wissbegierde einen hohen Stellenwert, welche durch einen entsprechenden Trainingsaufbau positiv beeinflusst werden kann. Gleich wichtig, auch wenn an zweiter Stelle, ist die Fremdmotivation. Diese gewinnt vor allem an Bedeutung, wenn vom Hund Verhaltensweisen gefordert werden, welche entweder kein freiwilliges/angebotenes Verhalten vom Hund beinhalten oder für den Hund nur (sehr) schwer verständlich sind. Z.B. beim Rückruf sieht der Hund nur selten einen (schlauen) Grund, warum er jetzt zu seinem Halter zurückkommen soll.
Damit der Hund lernen kann, welches Verhalten erwünscht bzw. unerwünscht ist, muss das jeweilige Verhalten eine entsprechende Reaktion / Antwort (Konsequenz) erhalten. Belohnung und Bestrafung sind die Werkzeuge um dem Hund «Antwort» auf sein Verhalten zu geben.
Die richtigen Belohnungen zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen, ist die Herausforderung vor welcher jeder Halter und Trainer steht. Welche Belohnung wann «richtig» ist, ist bei jedem Hund einzigartig und einer steten Veränderung ausgesetzt und muss entsprechend immer wieder neu evaluiert werden. Ein Beispiel dazu: Normalerweise hat Fido nach einem Rückruf am liebsten Goodies, da es aber an diesem Tag besonders heiss ist, freut sich Fido mehr über ein paar Schlucke Wasser aus seiner Flasche als über ein Goodie. Positive Verstärkung wie «das Einsetzen von Belohnungen im Training» in der Fachsprache genannt wird, ist eine wunderbare Möglichkeit die Motivation zu erhalten oder gar zu steigern. Leider ist es nicht möglich (und auch nicht gesund) nur Positives im Leben zu erleben. Unser Dasein ist und wird immer mit Frust und Ärger gespickt sein. «Negative» Emotionen können sogar wichtige Motivatoren sein um an einer (unangenehmen) Situation etwas ändern zu wollen, entweder durch das Versuchen anderer Verhaltensweisen oder dem Verändern der Situation. Z.B. beim Welpen an der Milchbar, wenn die Wurfgeschwister diese besetzen (oder auch nur die Lieblingszitze). Entweder muss Welpe warten, sich durchsetzen oder mit einer weniger beliebten Zitze zufriedengeben. So müssen auch die «Negativ – belegten» Emotionen beim Lernen berücksichtig und teilweise extra ins Training mit einbezogen werden. Als erste Beispiel fällt uns das Signal «Nein» (oder wie es korrekterweise bezeichnet wird, das Abbruchsignal) ein. Etwas nicht dürfen und darauf zu verzichten kann ja gar keinen Spass machen und wird immer von Frust und Ärger begleitet werden, sogar Unwohlsein kann vorkommen. Zum Beispiel: Hund bekommt auf dem Spaziergang Durst, also steuert er die nächste Wasserpfütze an. Richtigerweise wird ihm das Trinken daraus Verboten, auch wenn Hund das Verbot einhält, wird er trotzdem durstig weiter gehen…
Belohnung (und Bestrafung) müssen klaren und konsequenten Regeln folgen, damit es für den Hund verstehbar wird. Nur so kann der Hund an seinen Aufgaben wachsen und ein, sich wohlfühlenden, lebensfröhlichen und verlässlichen, Freund und Partner werden.
Auf keinen Fall möchten wir von unseren Hunden als «Gudispender» angesehen werden
Das unangenehme Thema «Bestrafung» sollten wir hier auch ansprechen. Als allererstes stellen wir klar, dass wir physische und psychische Gewalt resolut ablehnen und für uns Gewalt nie die Lösung oder mögliche Strafe sein kann. Jedes Lebewesen hat ein Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit und darf selbst bestimmen, was es als strafend empfindet.
In der Lerntheorie des Hundes bedeuten die Begriffe «Belohnung» und «Bestrafung» ein erwünschtes Verhalten fördern bzw. ein unerwünschtes Verhalten zu unterbinden. Darin wird auch definiert, wie die gewünschte Verhaltensanpassung erreicht wird, mit den Begriffen «positiv» (etwas hinzufügen) und «negativ» (etwas wegnehmen), sprich in positive und negative Belohnung bzw. Bestrafung. Während der Ausbildung eines Hundes können also «Bestrafungen» gar nicht vermieden werden, z.B. kann das «Ignorieren» während einer Situation als negative Bestrafung vom Hund empfunden werden (negativ, weil die Aufmerksamkeit weggenommen wird).
Wichtig ist, dass sich jeder bewusst ist:
- welche negativen Auswirkungen falsch gesetzte und / oder zu harte Strafen beim Hund haben. (nachhaltiger Vertrauensbruch, Trauma, Schmerz, Angst u.v.m.)
- dass, die Verantwortung beim Halter liegt den eigenen Hund vor solch fatalen Bestrafungen zu schützen.
- wie eine korrekte Bestrafung im Sinne der Lerntheorie gewählt und gesetzt wird.
Wir sehen es als unsere Pflicht, dich anzuleiten, zu informieren und zu unterstützen, wie du «Belohnung und Bestrafung» bei deinem Hund richtig anwendest. Damit du und dein Hund eine vertrauensvolle, harmonische und liebevolle Beziehung erleben könnt.
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen unsere Philosophie durchzulesen. Wir würden uns freuen dich und deinen Fellfreund kennen lernen zu dürfen.
